Aktuelles

Am 27. März DIE LINKE. wählen! Original sozial - vor und nach der Wahl!



Auf unserer Nominierungsversammlung wurden die Kandidaten für die Landtagswahl gewählt.

Uwe Peiker tritt im Wahlkreis 64 (Ulm) an. Seine Schwerpunkte sind: Angemessene Förderung der Familien, Stop von Stuttgart 21, Atomausstieg, Förderung von kleinen und mitlleren Unternehmen, sowie Verbesserung der Finanzen der Kommunen. Ersatzkandidat ist Hans Then-Diaz.

Im Wahlkreis 65 (Ehingen) wurde Eva-Maria Glathe nominiert. Ihre besonderen Anliegen sind Kultur-, Familien- und Sozialpolitik. Ersatzkandidat ist Gerhard Simon.



Gregor Gysi kommt nach Ulm!

Im Rahmen des Wahlkampfes wird Gregor Gysi nach Ulm kommen!

Wann? Samstag, 19. März 2011 | 10.30 Uhr
Wo? Bürgerhaus Mitte, Schaffnerstraße 17, 89073 Ulm

mit dabei sind auch Uwe Peiker und Eva-Maria Glathe

Fernsehspot zur Landtagswahl 2011



Kurzfilm: Sozial, auch nach der Wahl!



Kurzfilm: Damit sich endlich was ändert im Land!




Die Linksjugend ['solid] Baden-Württemberg protestiert gegen brutalen Polizeieinsatz in Stuttgart!



Polizei geht mit übertriebener Härte gegen friedliche Demonstranten vor.


„Die Landesregierung hat heute bewiesen mit welchen brutalen Mitteln sie versucht das Projekt Stuttgart 21 durchzusetzen“, kommentiert Benjamin Krüger, Landessprecher der Linksjugend ['solid] Baden-Württemberg. „Dieses brutale Vorgehen der Polizei gegen Kinder und ältere Mitmenschen bei den heutigen Protesten gegen Stuttgart 21 zeigt deutlich wie hilflos die Landesregierung den Protesten gegenübersteht“, so Krüger weiter. Die Linksjugend ist von der unsäglichen Gewalt schockiert und wünscht den über 300 Verletzten gute Besserung.

Die Landesregierung missbraucht die Polizei, um die Interessen von Lobbyisten notfalls mit Gewalt gegen die vorbildlichste Demokratiebewegung in der jüngeren Geschichte Baden-Württembergs durchzusetzen. Ein „Waffenstillstand“ mit den S21 Gegnern erfordert den sofortigen Baustopp von Stuttgart 21. Wer den Baustopp verweigert trägt die Verantwortung für Körperverletzung. Die Aussage eines Polizeisprechers gegenüber FOCUS, wonach die Polizei bei Regelverstößen „auch mal hinlangen dürfe“ ist angesichts der Vorkommnisse unhaltbar.

Wir fordern Ministerpräsident Mappus auf, den sofortigen Baustopp von Stuttgart 21 zu veranlassen und Innenminister Heribert Rech zu entlassen. Die Übergriffe gegen friedliche Demonstranten müssen auch Konsequenzen für die Polizeiführung haben.“

Klaus Ernst kommt nach Leipheim!

Am Donnerstag, den 14. Oktober 2010, kommt der Bundesvorsitzende der Partei DIE LINKE. - Klaus Ernst - nach Leipheim.
Die Veranstaltung findet um 19.30 Uhr im Gasthof „Post“ (Bahnhofstr.) statt. Geplant ist eine Fragerunde, in der sich Klaus Ernst Fragen aus dem Publikum stellt.
Es sind alle eingeladen, die sich für eine sozial gerechte Politik interessieren!







Auf zum Bildungs- und Aktionskongress der Linksjugend ['solid]
und DIE LINKE.SDS!



Von 25. bis 26. Juni findet an der Universität Stuttgart der Bildungs- und Aktionskogress statt. An zwei Tagen wollen wir uns in Diskussionen, Workshops und Referaten mit den Widersprüchen und Problemen des Bildungssystem im Kapitalismus auseinandersetzen, Möglichkeiten des politischen Widerstands erörtern und Rückschlüsse ziehen für die Veränderung der herrschenden Zustände.

Zu Gast sind VertreterInnen aus der nationalen und internationalen Studentenbewegung, die während dem Bildungsstreik 2009 aktiv waren und ihre Erfahrungen mit uns teilen wollen. Hinzu kommen GewerkschafterInnen, linke PolitikerInnen, AktivistInnen aus der Stundenbewegung der 68er, sowie Menschen mit Behinderung, die für ein Bildungssystem kämpfen, in dem sie nicht ausgegrenzt werden. Aber auch Menschen aus der Friedensbewegung sind eingeladen, da die Schule immer mehr zum Einflussgebiet der Bundeswehr und ihrer Kriegspropaganda wird.

Der Kongress findet von 25. bis 26. Juni 2010 in den Räumen der Universität Stuttgart-Mitte (Gebäude K2, 1. Stock) statt. Für Verpflegung und Unterkunft ist gesorgt, vergesst aber nicht Isomatten und Schlafsäcke mitzubringen. Ihr könnt euch ab sofort anmelden unter der Website bildungskongressbw.blogsport.de Dort findet ihr auch einige Materialen, mit denen ihr euch schon mal auf den Kongress vorbereiten könnt und ein Überblick über den Ablauf und die Workshops bekommt.

Podien:

Freitagabend, ab 18 Uhr:
"Athen - Wien - Stuttgart - Bildungsproteste Europaweit"
mit internationalen VertreterInnen, Aktivisten des SDS, der 68er Bewegung und Wiener Aktivisten.

Samstagmorgen, ab 9 Uhr:
"Was nun? Bildungsstreik zwischen Reform und Revolution"
mit linken Wissenschaftlern, Kritikern des Bildungsstreiks und einer linken Politikerin

Samstagnachmittag, ab 17 Uhr:
"Den Streik eskalieren lassen - Widerstand gegen Schwarz-Gelb auf die Straße tragen!"
mit VertreterInnen der Gewerkschaften ,der StudentInne- und SchülerInnenbewegung

Workshops:

Block I - 11 Uhr bis 12.30 Uhr
  • W1) Eine Schule für Alle! - Inklusion von Menschen mit Behinderung
  • W2) Schneller, Effizienter, Schlanker - Hochschule im Kapitalismus
  • W3) EQJ, Praktikum, Zeitarbeit - Die Generation "Prekär"

Block II . 13.30 Uhr bis 15 Uhr
  • W4) Wie die Bundeswehr an Schulen wirbt
  • W5) Von der Theorie zur Praxis. Kampagnenorganisation, Perspektiven, Aktionsideen
  • W6) Demokratisierung an Schule und Hochschule

Aktionstag 12. Juni: Das nennt ihr gerecht? Gerecht geht anders!



Bundesweite Demo am 12. Juni in Stuttgart: Übernahme für Azubis, statt arbeiten bis 67!
  • 10 Uhr - Beginn der Demo in der Lautenschlagerstraße am Hauptbahnhof
  • 11 Uhr - Demozug durch die Innenstadt
  • 12.30 Uhr - Zentrale Kundgebung auf dem Schlossplatz
Busse fahren aus allen Regionen! Infos über die lokalen Gewerkschaften, Krisenbündnisse und die Kreis- und Ortsverbände der LINKEN. (In Ulm fahren Busse von ver.di)

Flugblatt DIE LINKE. Baden-Württemberg
Demoaufruf

Auf zum Pfingstcamp von Linksjugend ['solid] Baden-Württemberg!



Mit verschiedenen Workshops und Vorträgen, von Aufbau und Strukturierung von Ortsgruppen/sozialen Bewegungen über “Feminismus für Männer” bis zu einem Vortrag zur Sozialismustheorie.

Wann? 22. (Samstag) bis zum 24. Mai 2010 (Montag)

Wo? Kesselberg/Rosa-Luxemburg-Haus bei St.Georgen (Richtung Villingen-Schwengingen)

Kosten? Vollverdiener: 10€/Tag/Person; Nichtverdiener:5€/Tag/Person

Wir haben dort das ganze Haus für ['solid] gemietet d.h. wir schlafen in richtigen Betten. Getränke werden wir an euch für den Selbstkostenpreis verkaufen und natürlich wird es von Fleisch bis vegan alles geben!

Es sind ca. 40 Plätze also haltet euch ran erzählt es euren Genossinen und Genossen, und verbreitet es in euren Ortsgruppen. Anmeldeschluss ist am 10.Mai Anmeldungen einfach an: Johannes@solid-bw.de oder lspr@solid-bw.de

Trotz Regen und schlechtem Wetter über 2000 auf 1. Mai Demo in Ulm!



Auch dieses Jahr fanden sich auf dem Weinhof bei der traditionellen 1. Mai-Kundgebung des DGB tausende Leute ein um für bessere Arbeitsbedingungen und fairere Löhne zu demonstrieren. Auf der Auftaktkundgebung haben viele Rednerinnen und Redner ebenso ein Statement gegen rechts abgegeben und den Opfern des Nationalsozialismus gedacht.
Nachdem die Teilnehmer eine recht lange Demoroute absolviert hatten entspannten sie sich auf dem am Münsterplatz stattfindenden Maifest und feierten den Tag der internationalen Arbeiterklasse.
So kamen auch viele Interessierte an den Infostand der Linksjugend ['solid] und informierten sich über uns oder diskutierten mit uns. Schon nach wenigen Stunden war unser kompletter Bestand der "Beim Bund ist alles doof"-Sticker weg.
Alles in allem war der 1. Mai in Ulm ein Erfolg, da trotz schlechtem Wetter viele Leute es sich nicht nehmen ließen ihren Groll über die politische und wirtschaftliche Situation in Deutschland auf die Straße zu tragen.



Heraus zum 1. Mai 2010!

Ob bei Nokia, Daimler oder Opel. In Zeiten der größten Finanz- und Wirtschaftskrise seit Kriegsende bangen Arbeiterinnen und Arbeiter um ihren Arbeitsplatz.
Zudem sind heutzutage viele Bürgerinnen und Bürger dazu gezwungen für absurde Stundenlöhne - teilweise unter 5€ - zu arbeiten, während Manager und die wirtschaftliche Elite den Gewinn, welchen Arbeiterinnen und Arbeiter erwirtschaftet haben, in ihre eigenen Taschen stopfen.
Und wenn Manager einmal ihrer Verantwortung nicht gerecht werden und ihren Konzern in den Ruin spekulieren, wird solchen Konzernen mit unglaublichen Summen, welche den Wert des Konzerns weit überschreiten, unter die Arme gegriffen. Doch wenn die Stimmen derjenigen, die eine Erhöhung von Hartz IV oder größere Investitionen in die Bildung fordern, lauter werden, heißt es es wäre kein Geld dafür da.

Deshalb müssen unsere Stimmen noch lauter werden!
Komm zur Demo in Ulm um 10.00 am Weinhof!

Gegen Kapitalismus und soziale Ungerechtigkeit!
Für den demokratischen Sozialismus und bessere Arbeit und Bildung!

Erfahrungsbericht 3. Bundeskongress Linksjugend ['solid]

Vom 26.-28. März 2010 fand im Haus der Jugend in Frankfurt am Main der 3. Bundeskongress der Linksjugend ['solid] statt. Über 250 TeilnehmerInnen, davon 204 Delegierte aus 16 Bundesländern nahmen daran teil. Der Bundeskongress ist neben dem Länderrat das höchste Gremium des Jugendverbands. Neben der Wahl eines neuen BundessprecherInnenrates, einer neuen Schiedskommission, sowie eines neuen Schatzmeisters und VertreterInnen im Bundesausschuss der Partei, wählten die Delegierten 20 VertreterInnen für den Bundesparteitag der Partei DIE LINKE, der im Mai diesen Jahres in Rostock stattfinden und ein neues Grundsatzprogramm beschießen wird. Zudem wurde Ben Brusniak aus dem Landesverband Baden-Württemberg als Vertreter der Linksjugend zum jugendpolitischen Sprecher im Parteivorstand der LINKEN gewählt.

Die Linksjugend konnte im vergangenen Jahr einen enormen Mitgliederzuwachs verzeichnen, so entstanden besonders im Westen der Republik zahlreiche neue Basisgruppen. Neben der weltretten-Kampagne und einem Klimacamp, wo sich die jungen GenossInnen eine ganze Woche lang mit ökologischen Fragen auseinandersetzten, waren die Mobilisierung nach Kopenhagen und zu den Anti-NATO-Protesten nach Straßburg, sowie die hervorgehobene Rolle des Jugendverbands bei der Planung und Veranstaltung zu den antifaschistischen Demonstrationen in Dresden wichtige Stationen der vergangenen 12 Monate. Für zahlreiche Mitglieder der Linksjugend war zudem der Bildungsstreik zentrales Moment ihrer politischen Aktivität, wo sie mit unter als führende Akteure auftraten.

Der erste Sitzungstag wurde eröffnet mit zahlreichen Referaten zu Initiativen, Camps und aktuellen Mobilisierungen und einer Podiumsdiskussion zwischen Marco Heinig (Linksjugend), Caren Lay (MdB/DIE LINKE) und Werner Dreibus (MdB/DIE LINKE). Diskutiert wurde das Themenfeld Krise, Kapitalismus und Perspektiven für eine linke Politik.

Das erste Grußwort an das Plenum richtete Oskar Stolz vom Studierendenverband DIELINKE.SDS. Er erinnerte an die Erfahrungen die man bis jetzt Bildungsstreik gesammelt hatte und forderte eine intensivere Zusammenarbeit der zwei Verbände. Ein weiteres Grußwort gab es von einem Vertreter der italienischen Jungkommunisten, der der Linksjugend eine Vorbildfunktion für europäische Jugendbewegungen bescheinigte und die versammelten GenossInnen ermutigte im Kampf für eine bessere Bildung auch auf europäischer Ebene zusammenzustehen. Zudem wurde eine Grußadresse vom linken Jugendverband aus dem krisengeschüttelten Griechenland vorgelesen.

Der vom BundessprecherInnenrat vorgelegte Hauptantrag wurde mit über 80 Änderungsanträgen überflutet und nahm somit den meisten Platz auf dem Kongress ein. Im Kern beschäftigt sich der Text mit den Folgen und Ursachen der Krise und fordert eine sozialistische Transformation der gesellschaftlichen Verhältnisse. Darin sieht sich die Linksjugend als wichtigen Akteur. So heißt es im Hauptantrag:

"Als Jugendverband kämpfen wir für eine antikapitalistische, eine sozialistische Perspektive. Wir sagen: der Kapitalismus erleidet keine Krisen, er ist die Krise und war seit seinem Bestehen schon eine Katastrophe für Mensch und Natur. [...] Wir wollen an der Gestaltung einer besseren Welt mitwirken. Wir wollen unsere Generation politisch mobilisieren, für eine radikale, plurale junge Linke. Und das kann uns nur gelingen, wenn wir in die sozialen Kämpfe in diesem Land eingreifen und Plattform sind für Protest, Selbstorganisation und Solidarität."

Ein weiterer Schwerpunkt des Hauptantrags bildet die Klimapolitik. So möchte der Jugendverband sein ökologisches Profil schärfen und gleichzeitig "eine massenfähige antikapitalistische Klimapolitik [...] formulieren". Der "Green New Deal" sei ein Phantasma, da eine renditeorientierte Politik nicht in der Lage sei "den Klimakollaps demokratisch und gerecht zu verhindern." Die Proteste zum Klimagipfel in Kopenhagen bewertet man als Erfolg und als "Geburt einer neuen globalen Klimabewegung." Der Bundeskongress beschloss zudem einen Antrag, der die Länder der westlichen Welt auffordert, einen ökologischen Reparationsausgleich an die Länder des Südens zu zahlen.

Unter dem Stichwort "Generation Krise" beschäftigt sich der Hauptantrag mit den vor allem für junge Erwachsene verheerenden Auswirkungen der Wirtschaftskrise und neoliberaler Marktideologie. Beklagt wird die "Normalität" von hoher Arbeitslosigkeit unter der jungen Generation, unbezahlten Praktika, Studiengebühren, sowie der Mangel an Ausbildungs- und Studienplätzen. Kritisiert wird neben den vergangenen Verfehlungen der Sozialdemokratie und der grünen Partei ein "faustdickes Umverteilungsprogramm" der schwarz-gelben Regierung, welches zu Lasten von "sozial Benachteiligten und lohnabhängig Beschäftigten" gehe. So will die Linksjugend die Übermacht des Kapitals durch "massive gesellschaftliche Kämpfe" abwehren und sieht im "außerparlamentarischen Widerstand" den entscheidenden Faktor für eine "gesellschaftliche Demokratisierung."

Bis zum nächsten Bundeskongress hat man sich das Ziel gesetzt die Verbandsstrukturen zu konsolidieren. Die politische Bildungsarbeit sowie die Landesstrukturen sollen gestärkt werden. Etwas selbstkritisch heißt es im Hauptantrag:

"Die Aktivenstrukturen sind in der Regel schwach und können der gestiegenen politische Bedeutung des Verbands nicht gerecht werden. [...] Statt die Kräfte des Bundesverbands auf ein Projekt zu orientieren, haben wir zu viel Energie in der Gleichzeitigkeit von Kampagnen verloren. Ziel muss es sein, unsere Ressourcen und Kräfte gezielt einzusetzen und stärker als bislang an zeitlich abgestimmten Beschlüssen unserer Gremien zu arbeiten."

Nach dem zähen Ringen um die endgültige Fassung des Hauptantrags beschloss man noch folgende Anträge:

- Sofortige Abschaffung der Wehrpflicht und der Bundeswehr!
- Sofortige Abschaltung aller Atomkraftwerke und einen Ausstieg aus der Kohleenergie!
- Gleiche Rechte für alle - Eheprivilegien abschaffen!
- Zur Befreiung vom Nazifaschismus den 8. Mai als gesetzlichen Feiertag!
- Solidarität mit dem iranischen Widerstand!
- Kein Frieden mit den honduranischen Putschisten!


Da viele Delegierte bereits am Samstag Abend abgereist waren, wurden eine Vielzahl von Anträgen auf den Länderrat übertragen. So auch ein Antrag des Landesverbands Hamburg, der den Appell des BundessprecherInnenrats "Raus aus der SAV" kritisierte. Zudem wurden einige Bundearbeitskreise gegründet bzw. reaktiviert: BAKannabis, BAK Tierrechte sowie der BAK Antimilitarismus und Friedenspolitik.

DIE LINKE kann einerseits froh seinen, einen derart aktiven und politisch engagierten Jugendverband hinter sich zu wissen, sollte sich aber auch stets bewusst sein, dass er ihr sehr gut auf die Finger schauen wird in den nächsten Monaten, vor allem ihm Rahmen der Programmdiskussion. So wurden am Rande des Kongresses Kritik am Personalvorschlag zur neuen Parteispitze laut, sowie an der neuen Regierungskoalition in Brandenburg. Man darf gespannt sein, auf ein weiteres und spannendes Jahr mit der Linksjugend ['solid].

D. Behrens (Basisgruppe Ludwigsburg)

Dresden 2010 - die Faschisten kamen nicht durch!

Der 13. Fe­bru­ar 2010 war ein Sieg für die linke an­ti­fa­schis­ti­sche Be­we­gung in der BRD. Zum ers­ten Mal konn­te der größ­te Na­zi­auf­marsch Eu­ro­pas durch ent­schlos­se­ne Ge­gen­pro­tes­te ver­hin­dert wer­den. Ein brei­tes Bünd­nis von An­ti­fa-Grup­pen über Ge­werk­schaf­ten bis hin zu lin­ken Par­tei­en und vie­len wei­te­ren Or­ga­ni­sa­tio­nen und Ein­zel­per­so­nen war ent­schlos­sen mit den ver­schie­dens­ten Mit­teln den Fa­schis­ten in Dres­den kein Fuß­breit zu über­las­sen. Bis es je­doch dazu kam, wurde ein Blo­cka­de-Bünd­nis ge­grün­det, staat­li­che Re­pres­sio­nen er­fah­ren und flei­ßig bun­des­weit mo­bi­li­siert. Doch der Reihe nach.




Kurze His­to­rie des so­ge­nann­ten „Trau­er­mar­sches“ der Faschisten

Die Bom­bar­die­run­gen der Stadt Dres­den in meh­re­ren An­griffs­wel­len er­reich­ten in der Nacht vom 13. auf den 14. Fe­bru­ar 1945 ihr größ­tes Aus­maß, als Bom­ber der bri­ti­schen Luft­waf­fe weite Teile der Stadt in Schutt und Asche leg­ten. His­to­ri­ke­r gehen davon aus, dass bei den Luft­an­grif­fen auf Dres­den am 13. und 14. Fe­bru­ar 1945 bis zu 25.000 Men­schen ihr Leben lie­ßen. Das zum da­ma­li­gen Zeit­punkt noch flei­ßi­ge Pro­pa­gan­da­mi­nis­te­ri­um von Go­eb­bels sprach von ei­ni­gen hun­dert­tau­send toten Men­schen.

Dass diese mi­li­tä­ri­sche Ant­wort der Al­li­ier­ten auf einen deut­schen Ver­nich­tungs­krieg, der Jahre lang Angst, Schre­cken, Fol­ter und Mas­sen­mord über Eu­ro­pa ge­bracht hatte, in solch einer um­fas­sen­den Form er­folg­te, das be­stimmt noch heute die Dis­kus­si­ons­stand­punk­te um Dres­den.

Be­reits in den An­fän­gen der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land (BRD) nutz­ten fa­schis­ti­sche und re­van­chis­ti­sche Kräf­te die Zer­stö­rung, um ein deut­sches Op­fer­bild zu zeich­nen. Gleich­zei­tig re­la­ti­vier­ten sie die Kriegs­schuld Deutsch­lands, was sich zu­sam­men schnell fest­setz­te in der west­deut­schen Ge­sell­schaft, die, so muss man fest­stel­len, nur eine „Light-Va­ri­an­te“ der Ent­na­zi­fi­zie­rung ge­nie­ßen durf­te.

Nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung, dem An­schluss der DDR an die BRD, er­reich­te der Re­vi­sio­nis­mus dann neue Höhen. Im Kanon san­gen die brau­nen und schwar­zen Vögel ge­mein­sam, nun auch in der Bei­tritts­zo­ne, das Lied vom deut­schen Op­fer­my­thos. Diese re­ak­tio­nä­ren Krei­se er­kann­ten die Zeit und for­der­ten laut­hals die Le­gi­ti­ma­ti­on zur Trau­er um die „ei­ge­nen Opfer“. Der deut­sche Fa­schis­mus sei be­wäl­tigt und es müsse doch end­lich ein Schluss­strich unter die Ver­gan­gen­heit der Jahre 1933-45 ge­zo­gen wer­den. Es wurde ver­sucht, jeg­li­chen his­to­ri­schen Kon­text zu ver­wi­schen mit der Ver­dre­hung oder zu­min­dest der Aus­blen­dung von Ur­sa­che und Wir­kung.

1998 und 1999 fin­gen dann re­gio­na­le Nazis an, sich unter die Trau­er­gäs­te beim jähr­li­chen Ge­den­ken an der Ruine der Dres­dner Frau­en­kir­che zu mi­schen und Krän­ze nie­der­zu­le­gen. Da­ge­gen gab es kei­nen Wi­der­stand, was den Geist von gro­ßen Tei­len der Trau­er­fei­er­lich­kei­ten er­ken­nen ließ.

Be­flü­gelt von die­sen Sym­pa­thi­en aus Tei­len der Dres­dner Be­völ­ke­rung or­ga­ni­sier­te im Jahre 2000 die da­ma­li­ge „Junge Lands­mann­schaft Ost­preu­ßen (JLO)“ erst­mals einen ei­ge­nen so ge­nann­ten „Trau­er­marsch“ in der Lan­des­haupt­stadt unter dem Motto „Ehre den Op­fern des Bom­ben­ter­rors“. An dem nächt­li­chen Auf­zug nah­men etwa 500 junge und alte Nazis teil. Dies kann wohl als die In­iti­al­zün­dung für eines der we­ni­gen ver­blie­be­nen, heute aber be­deu­tends­te re­gel­mä­ßi­ge Na­zi-Gro­ßevent in der BRD ge­se­hen wer­den.

In den dar­auf fol­gen­den Jah­ren wuchs die Teil­neh­me­rzahl des Na­zi­ge­den­kens be­stän­dig an und er­reich­te am 13. Fe­bru­ar 2005, dem 60. Jah­res­tag der Bom­bar­die­rung, mit schät­zungs­wei­se 6.500 Fa­schis­ten aus ganz Deutsch­land und Eu­ro­pa einen er­schre­cken­den Hö­he­punkt. Seit dem Jahr 2006 gibt es gar zwei Auf­mär­sche in der Stadt. Wäh­rend große Teile der Or­ga­ni­sa­to­ren zu dem Schluss kamen, mehr Teil­neh­me­r zu mo­bi­li­sie­ren, wenn der Auf­marsch am Sams­tag nach dem 13. Fe­bru­ar statt­fin­det, ver­folg­ten eher re­gio­na­le Kräf­te die Linie der Tra­di­ti­on und ver­an­stal­ten seit­dem ihren ei­ge­nen Auf­zug unter der Woche.

Der so ge­nann­te „Trau­er­marsch“ hat die Funk­ti­on der Ver­net­zung, Ideo­lo­gie­bil­dung und Fes­ti­gung einer fa­schis­ti­schen Iden­ti­tät. Mit sei­nem po­si­ti­ven Bezug auf den deut­schen Fa­schis­mus stärkt er die Nazis nach innen und soll strö­mungs­über­grei­fen­de Ei­nig­keit als Macht­de­mons­tra­ti­on nach außen trans­por­tie­ren.

Am 13. Februar 2010 nach Dresden!



Auch aus Ulm ist ein Bus nach Dresden geplant. Die Organisation übernimmt das "Ulmer Jugendbündnis". Sobald es dazu Infos gibt, werden diese auf der Seite des Jugendbündnis veröffentlicht.

Der Aufruf des Bündis Dresden Nazifrei:

Am 13. Februar 2010 werden wir zusammen mit tausenden von Menschen den größten Naziaufmarsch Europas in Dresden verhindern.
Im Jahr 2009 marschierten fast 7000 Nazis durch unsere Stadt. Ihr Ziel ist es, die Verbrechen des Nazi-Regimes zu leugnen und Nazi-Deutschland zum eigentlichen Opfer des 2. Weltkrieges umzudeuten. Wir aber wissen: der verbrecherische Krieg ging von Nazi-Deutschland aus und kehrte 1945 nach Dresden zurück.
Im Jahr 2010 werden wir Dresdnerinnen und Dresdner gemeinsam mit allen antifaschistischen Kräften aus den Gewerkschaften, Parteien, Jugend- und Studierendenverbänden, der Friedens- und Umweltbewegung, der radikalen Linken, globalisierungskritischen Gruppen und gewaltfreien Aktionsgruppen aus dem gesamten Bundesgebiet den Aufmarsch der Nazis verhindern. Nie wieder werden wir den AnhängerInnen des verbrecherischen Nazi-Regimes unsere Städte überlassen!

Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!

Im letzten Jahr haben über 10.000 Menschen gegen den Naziaufmarsch demonstriert. In diesem Jahr wollen wir einen Schritt weitergehen. Wie in Jena, Köln und Berlin bereits erfolgreich durchgesetzt, werden wir uns auch in Dresden durch Aktionen des zivilen Ungehorsam mit Massenblockaden den Nazis entgegen stellen und sie blockieren. Dieses Ziel eint uns über alle sozialen, politischen oder kulturellen Unterschiede hinweg. Wir sind bunt und wir stellen uns dem braunen Mob in den Weg. Von uns wird dabei keine Eskalation ausgehen. Dabei sind wir solidarisch mit allen, die mit uns dieses Ziel teilen und dem Naziaufmarsch in Sicht und Hörweite entgegen treten wollen.
Unterstützt uns Dresdnerinnen und Dresdner und kommt am 13. Februar 2010 in unsere Stadt – gemeinsam werden wir die Nazis stoppen!

Ulmer Bildungsstreik geht in die nächste Runde! Weitere Aktionen vom 16. bis 18. November 2009 in Ulm!



Nachdem Ulmer SchülerInnen und Studierende im Frühjahr mit einer Demonstration und weiteren Aktionen bereits ein erstes Ausrufezeichen gesetzt hatten, geht der Bildungsstreik in Ulm nun in die zweite Runde. Angeregt durch die Proteste im Juli gründete sich nun das "Ulmer SchülerInnenbündnis (usb)", wodurch die Bildungsproteste nun auch in Ulm auf eine breitere Basis gestellt werden. Im November gehen wir wieder gemeinsam für bessere Bildung auf die Straße!

Vorbereitungstreffen finden jeden Freitag ab 18:30 Uhr in der Bleichstraße 9, 89077 Ulm statt.
Hier geht es zum Ulmer SchülerInnenbündnis.

Linksjugend [`solid] rettet die Welt - Bustour am 18. August 2009 in Ulm!



Vom 17.August - 22. August tourt Linksjugend ['solid] durch Baden-Württemberg, um mit der Kampagne „Be part of the solution“ eine kritische Öffentlichkeit zur herrschenden Politik herzustellen.

Inhaltlich werden die Themenfelder, Kapitalismus und Krise, Klima und Zerstörung, Bildung und Wissen sowie Freiheit und Staat aufgegriffen. An jeder Station gibt es die Möglichkeit sich mit den DirektkandidatInnen der Partei DIE LINKE und lokalen AktivistInnen von Linksjugend ['solid] auszutauschen. Direkte Aktionen auf öffentlichen Plätzen geben die Möglichkeit selbst aktiv zu werden, und einen alternativen Blick auf den Zusammenhang kapitalistischer und gesellschaftlicher Krise zu verinnerlichen.
Der Bus macht am 18. August Station in Ulm! Zeit und Ort bei den Terminen.

Bundestagskandidatin Franziska Stier

Die 24jährige Studentin Franziska Stier aus Konstanz ist Bundessprecherin von linksjugend ['solid] und Bundestagskandidatin der Partei DIE LINKE im Wahlkreis Konstanz sowie auf Platz 11 der baden-württembergischen Landesliste.
Franzi's Weblog: franziskastier.blogspot.com/
Franzi bei meinvz: meinvz.net/Franziska-Stier
Franzi bei studivz: studivz.net/Franziska-Stier

Franzi bei facebook: facebook.com/pages/Franziska-Stier/63574449710
Franzi bei twitter: twitter.com/Franziska_Stier


Bericht vom Bildungsstreik in Ulm



Zwar einen Monat später wie der bundesweite Bildungsstreik aber schließlich konnten auch die Ulmer SchülerInnen und Studierende ihren Unmut über das Bildungssystem äußern. Während der Aktionswoche fanden in Ulm vier unterschietliche Aktionen statt. Der Auftakt am Montag war eine Blockade des Eingangs Süd der Universität Ulm, mit Tischen, Absperrband und Bannern blockierten Ulmer StudentInnen denn Eingang, so das nur noch ein halber Meter platz blieb um sich in die Vorlesungen zu kämpfen. Die Blockade wurde um 7 Uhr morgens aufgebaut und erst wieder um 14 Uhr abgebaut. Bei dieser Aktion konnten viele Studierende auf die Bildungsstreikwoche aufmerksam gemacht werden. Man wollte aber nicht nur mit dem Hammer auf das Bildungssystem schlagen und damit sagen: „alles ist doof“. Mit Podiumsdiskussionen, die am montag Abend mit Lehrern und Professoren und am Dienstag mit Politikern stattfanden, kreativ über mögliche Verbesserungen diskutieren. An der Diskussion am montag Abend nahmen, neben Herr Stadtmüller (Vizepräsident der Universität Ulm), Frau Röder (Schulleiterin des Kepler-Gymnasiums), Frau Schmid (GEW) auch ca. 60 SchülerInnen und Studierende teil, die sich sehr lebhaft an der Diskussion beteiligten. Die Besucherzahl bei der Diskussion am Dienstag war zwar nicht so hoch aber dafür waren die Diskussionen angespannter wie am vor Abend. Franziska Stier (Bundessprecherin Linksjugen [solid] und Bundestagskandidatin DIE LINKE), Jens Schrezenmeier (Julis, FDP) und Frau Schmid (Grüne) machten ihre unterschiedlichen Positionen schnell deutlich. Interessiert verfolgte das Publikum die Diskussion um im richtigen Moment sich eizumischen. Denn Abschluss der Bildungsstreikwochen in Ulm bildete eine Demonstration durch Ulm an der sich ca. 100 SchülerInnen und Studierende beteiligten. Lautstark zog der Zug durch die Ulmer Innenstadt und endete am Weinhof, wo die Abschlusskundgebung stattfand. Der Bildungsstreik Ulm war zwar klein aber ein guter Start für Ulmer Studierende und SchülerInnen, sich stärker politisch zu engagieren.

Bildungsstreik und Podiumsdiskussionen geplant!

Montag 13. Juli
- Startaktion an der Uni (morgens)
- Podiumsdiskussion mit LehrerInnen, RektorInnen und ProfessorInnen ab 18:30 Uhr Hörsaal 3

Dienstag 14. Juli
- Podiumsdiskussion mit PolitikerInnen der Bundestagsparteien ab 18:30 Uhr im Gewerkschaftshaus Ulm, Weinhof

Mittwoch 15. Juli
- Demo! Start um 10 Uhr am Hauptbahnhof. Abschlusskundgebung am Weinhof.

Bitte kommt zahlreich zu den Veranstaltungen und besonders zur Demo. Erzählt davon Euren Freunden und Klassenkameraden. Bringt Transparente, Plakate, Fahnen usw mit! Weitersagen ;-)

Bildungsstreik in Ulm findet Mitte Juli statt!



Wie ihr sicherlich mitbekommen habt wurde der Bildungsstreik 2009 in Ulm um 4 Wochen verschoben. Er findet nun in der 29 Kalenderwoche statt (13.-17.07). Geplant ist Montags eine symbolische Blockadeaktion in der Uni und am Mittwoch eine Demonstration in der Innenstadt.

Damit es diesmal auch klappt findet diesen Mittwoch (24.06 ) ab 20:00 ein Vernetzungstreffen im Hörsaal 7 der Universität Ulm statt.

Dieses Treffen soll der allgemeinen Information und Koordination der Aktionen dienen. Es wäre gut wenn viele unterschiedliche Interessengruppen kommen. Also weitersagen. Neueste Infos ab jetzt immer hier auf linksjugend-ulm.de

DIE LINKE. im Gemeindarat!

Mit 3,2 Prozent der abgegebenen Stimmen nicht der ganz große Erfolg, aber dennoch Grund zur Hoffnung.
DIE LINKE zieht mit Uwe Peiker erstmals in den Ulmer Gemeinderat ein. Alle Ergebnisse gibt es hier.